Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

Eine auditive Verarbeitungs- und/oder Wahrnehmungsstörung (AVWS) liegt vor, wenn bei normalem Tonaudiogramm zentrale Prozesse des Hörens gestört sind (Nickisch et al., 2007). Kinder, die davon betroffen sind, haben Schwierigkeiten bei der Lautdiskrimination und dem Erkennen und Verstehen akustischer Signale sowie bei der zeitlichen Analyse und der Schalllokalisation und –lateralisation auditiver Stimuli (Brunner, 2007). Eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung ist somit eine Informationsverarbeitungsstörung des auditiven Modalitätsbereichs, die einen großen Einfluss vor allem auf die sprachlichen und schriftsprachlichen Leistungen der Kinder hat.

Diagnose von AVWS
Um eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung zu diagnostizieren, werden einzelne Bereiche der auditiven Wahrnehmung und Sprachverarbeitung mit standardisierten psychometrischen und audiologischen Testverfahren erfasst.

Behandlung von AVWS
In der Regel wird eine logopädische Therapie verschrieben. Hierin kommen unterschiedliche Therapieverfahren zum Einsatz:

  1. Übungen zur Phonemdifferenzierung, Phonemidentifikation,
  2. Kompensation gestörter Funktionen (z. B. metakognitive Verfahren)
  3. kompensatorische Verbesserung der akustischen Signalqualität (Verbesserung des Signalstörschallverhältnisses sowie der Intensitätserhöhung des an das Ohr kommenden Signals). Besonders häufig werden diejenigen auditiven Funktionen trainiert, die als Kernsymptome einer auditiven Wahrnehmung gelten, wie Phonemdisksrimination.

(Quelle: www.klinikum.uni-heidelberg.de/Auditive-Verarbeitungs-und-Wahrnehmungsstoerung-AVWS.114889.0.html)

 

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